2010 haben über 80 Millionen Menschen Farmville auf Facebook gespielt. Sie haben in ihrer Freizeit Felder abgeerntet, Erdbeeren angebaut und in stunden- oder gar tagelanger Arbeit Bauernhöfe erschaffen, bei deren Ausmaßen selbst LPG-Betriebe vor Neid erblasst wären. Einem Nicht-Spieler wie mir stellte sich da schon oft die Frage: Warum tun Menschen das?
Genau dieser Frage ist David McRaney im seinem Artikel “The Sunk Cost Fallacy“ auf You Are Not So Smart nachgegangen.
Die Erklärung scheint ganz einfach: Dem Mensch wiegt den Verlust einer Sache doppelt so schwer wie ihm der Gewinn der selben Freude bereitet. Farmville baut vorbildlich auf diesem Prinzip auf und entlässt seine Spieler nach Stunden der Aufbauarbeit und zig investierten Euros nur sehr schwer wieder in die Realität.
Menschen sind und bleiben eben alles andere als perfekte Rationalisten.