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Allgemein, 06-04-2006, Autor: m@ik

Einmal Essen bitte!

Über einen Artikel der Internet Professionell bin ich heute auf eine Umfrage von e-fellwos gestoßen, in dem es um die Akzeptanz von Anglizismen im deutschen Sprachgebrauch geht.
Jeder von uns kennt das: mal das Handy [DAS Unwort schlechthin] benutzen, irgendwas checken, usw. Englische Wörter werden oft benutzt, ohne das ihre Verwendung auch nur ansatzweise zur Verbesserung der Verständlichkeit beiträgt. Oft müssen sie vor allem in der Werbebranche dafür herhalten, die Unfähigkeit ihrer Benutzer, aussagekräftige Texte zu entwerfen, zu übertünchen. Um diesen Unsinn zu umgehen, kann man hier nachschauen, welche Alternativen es für diese Wörter gibt.
Nur um nicht falsch verstanden zu werden: Ich habe nichts gegen Fremdsprachen! Und auch nichts gegen eine Beinflussung von Sprache und Kultur. Im Gegenteil. Aber ich habe etwas dagegen, wenn man Unfahigkeit mit Fremdsprachen übertüncht und unsinnigerweise absichtlich Unverständlichkeit in bestimmten Bevölkerungsgruppen erzeugt. Oder um es mit den Worten von Deutschomat zu sagen:

Wir sprechen gerne fremdländisch, doch stets nur eine dieser Sprachen gleichzeitig. Ein unverständliches Wortgulasch lehnen wir bewusst ab.
Die deutsche Sprache ist facettenreich und detailliert genug, dass eine Missachtung der Möglichkeiten einer frivolen Freveltat [Verunglimpflichung] gleichkommen würde.

Da kann ich mich nur anschließen!



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11 Kommentare für "Deutsche Sprache, schwere Sprache?"
JP am 10.04.2006 um 06:46 #

Ja ja die Anglizismen, eine “neverending story” ;-) !
Aber leider muß ich hier Einspruch erheben, das Wort Handy ist so deutsch wie die Currywurst. Nur weil es wie ein englisches “Word” “sounds” ist es noch lange kein Wort aus der englischen Sprachfamilie!


Maik Preßler am 10.04.2006 um 08:40 #

Na genau das meine ich! Wenn es schon nicht mal mehr einen richtigen Bezug zum Englischen hat, wo liegt dann bitte der Nutzen?


MarkOh am 11.04.2006 um 18:46 #

Du verstehst das wohl falsch. Es hatte noch nie einen richtigen Bezug zum Englischen also is es demzufolge auch kein Anglizismus! Der Nutzen des Wortes liegt darin das jeder hierzulande weiß was ein “Handy” is und es auch noch viel kompakter ist als das sperrige Wort “Mobiltelefon”!


Thomas am 11.04.2006 um 20:26 #

da muss ich markoh ma recht geben!


Maik Preßler am 11.04.2006 um 21:06 #

Na aber Buben! “Handy” gibt es im Englischen auch. Es bedeutet “geschickt”, “griffig”. Und es wurde im Deutschen – finde ich – missbraucht. Dass “Mobiltelefon” sperriger ist, stimmt wohl. Doch ich denke wenn man ein anderes Wort von Anfang an dafür eingesetzt hätte, dann würde die Gewöhnung, mit der wir heute das Wort Handy benutzen, nicht existieren. Und der “andere” Begriff wäre anstelle dessen in Verwendung.
Ich sehe eben keinen Sinn darin ein englisches Wort im Deutschen zu benutzen, dass im Englischen eben nicht einmal in dieser Bedeutung existiert. Das ist noch schlimmer als ein Anglizismus der Marke sinnlos.


Thomas am 11.04.2006 um 21:19 #

..aber vielleicht sollte man bei solchen einfach ein bischen gelassener sein.. Weiß doch jeder was gemeint ist: alle glücklich! Wo ist das Problem?

Jedenfalls gilt das fürs Wort “Handy”.

Wörter die jeder kennt find ich da absolut unproblematisch. Problematischer ists wenn so geredet wird und nur Experten wissen was die Anglizismen bedeuten..


Maik Preßler am 11.04.2006 um 21:23 #

Stimmt, wenn es einmal etabliert ist dann würde ich es auch nicht wieder abschaffen wollen. Ich wollte damit nur am Beispiel zeigen, was für ein Wortgulasch da manchmal produziert wird. Handy zu ersetzen halte auch ich nicht für besonders helle.
Aber dennoch: Ich spreche gerne mehrere Sprachen, aber immer nur eine gleichzeitig. ;-)


[...] Ich bin schon seit einiger Zeit bei Google Analytics angemeldet. Das ist einte (wie sollte es anders sein) kostenlose Möglichkeit, die eigente Webseite statistisch etwas auszuwerten. Oder wie man es heutzutage nennt: zu tracken. Ein Menupunkt zeigt sogar die Suchwörter, über die Personen bei Google auf meine Seite gelangt sind. Wer dachte, Suchanfragen wie Maik, Preßler, gelb oder gar Blog garantieren, dass ich bei Google gefunden werden, der irrt gewaltig: Der Gewinner heißt: naggisch [...]


Hallo Leser, Holla Schreiber.

Ich bin ja mal echt beeindruckt von Euch. Doch bevor ich in Lobestiraden ausbreche muss ich gestehen, dass ich (zusammen mit dem Bert) der Verfasser des Deutschomaten bin und der oben zitierte Text aus unseren Tastaturen stammt.

Ich finde es ja beeindruckend, dass dieses kleine Projekt nicht etwas im “luftleeren Raum” blieb, sondern auch eine Diskussion im Blog anregte.

Nun gut, ich muss leider wieder woanders weiter tippen, wollte nur mal kurz eine Randnotiz hier hinterlassen.

Grüße
Danou


[...] ohne dass ich mich wiederholen möchte [...]


[...] PS:  Ich denke Englisch kann ja jeder, gelle? Oder? [...]


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