Okt
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Ilmenau, 07-10-2007, Autor: m@ik
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Neulich an der TU Ilmenau: Ein Student bekommt einen Brief vom Akademischen Servicecenter. Titel des Schreibens:

Exmatrikulation wegen nicht erfolgter Rückmeldung.

Ein Euro

<blabla>… nicht eingezahlt… <blabla> …Exmatrikulation! Was? Wie bitte? Ich habe den Semesterbeitrag doch überwiesen, denkt sich der Student. In der Hoffnung, das “Akademische Servicecenter” wird seinem Namen gerecht, ruft der Student die auf dem Schreiben angegebene Adresse an um zu erfahren, wie dieser Missstand behoben werden kann. “Ihre Matrikelnummer?” wird er gefragt. Die Frau am anderen Ende tippt die die Daten ein, danach sagt sie: “Sie haben 110,50 € überwiesen.” Ja das hat der Student. Doch was ist daran falsch, dass er gleich exmatrikuliert werden soll? Kurze Pause am Telefon. “Das ist ein Euro zu wenig.” Wie bitte denkt sich der Student? Ich werde wegen… Doch er bewahrt Ruhe. “Ich weiß dass das mein Fehler ist, aber könnten Sie mir da nicht einfach eine E-Mail schicken bzw mal kurz anrufen und mir sagen, dass nur ein Euro fehlt. Anstatt gleich zu exmatrikulieren?” Da hat sich der Student wohl zu weit aus dem Fenster gelehnt: “Wir können uns doch hier nicht um jeden kümmern!” Natürlich nicht, wie konnt er nur einen derartigen Unfug annehmen! Das ist doch ein Servicecenter und keine Bemütterungsanstalt. Dummer Student.
“Wie kann ich denn dafür sorgen dass die Sache wieder rückgängig gemacht wird?” “Am besten Sie legen Widerspruch ein und überweisen den Euro. Dann können Sie Ihren neuen Ausweis bekommen, sobald Ihre Zahlung eingegangen ist.” Der Student bleibt nach außen weiter ruhig, weil er weiß dass er sowieso nichts ändern kann. Natürlich. Exen, Widerspruch, alles Rückgängig machen – das ist viel einfacher als eine automatische E-Mail, die über die nicht ordnungsgemäße Zahlung informieren würde. Viel einfacher. Aber dafür ist der Horizont des Studenten einfach zu beschränkt. Viel zu beschränkt. Und wer weiß schon, ob er den Euro wirklich versehentlich und nicht absichtlich und böswillig unterschlagen hat.

Übereinstimmungen mit wahren Begebenheiten und Personen sind rein zufällig. *husthust*



  • Tommy

    Sag mal, ist das der Typ der absichtlich erst auf den letzten Drücker überweisen wollte, um den Zinsvorteil voll auszuschöpfen?

    ;-)

    Aber das mit den automatischen Mails fände ich auch bei der Bibo gut. Ich hab letzte Woche großzügigerweise 24 Euro gespendet…

  • http://blog.gelbzucht.de Maik Preßler

    Wie gesagt, die Geschichte ist erfunden und Übereinstimmungen sind rein zufällig. *unwissendschau*
    Aber wenn es jemanden gäbe, dann lägst du richtig. ;-)

  • http://www.robert-guenther.com/blog Robert

    Haha. Nicht Dein ernst… wirklich so passiert? Tja ja.. ist schon wirklich schwer nen Kontoauszug abzugleichen und daraus ne Benachrichtigung zu machen.. ich glaube Quicken 1999 konnte das schon.. ohje :)

  • http://thomas-jauch.de Thomas

    OMG. I hold it in the head not out.
    Selbst wenn es SERVICE Center heißt denken einige scheinbar nicht daran das zu halten was Sie im Namen versprechen. In einer Drogerie gibts ja schließlich auch keine Drogen!

    Und letztendlich: Wir zahlen ja neuerdings 50€ VERWALTUNGSbeitrag. Und nicht SERVICEbeitrag! Womit wir wieder bei TOSKA wären. Ein Teufelskreis!

  • André

    Ach ja, Ilmenau.
    Wie vermisse ich das ;)

  • http://www.kl3tte.de kl3tte

    Achja — ich bin auch mal geext wurden, weil die Mitarbeiter nicht meine Überweisung mit Ihren Daten abgleichen konnten, obwohl ich den Vordruck genommen habe und alles bezahlt war.

    Über das Thema Service möchte ich mich lieber nicht auslassen!