Der Gesetzentwurf zur Sperrung von Internetseiten ist auf dem Weg, wie Heise berichtet. Ich halte nach wie vor nichts von dem Ansatz, durch Zensur im Internet scheinbar gegen Kinderpornographie vorgehen zu wollen. Der für den Bürger nicht nachvollziehbare Einschnitt in seine Informationsfreiheit wiegt an dieser Stelle für mich schwerer als die Vermutung, damit Kinderpornografie im Internet bekämpfen zu können.
Ich finde es traurig wenn Entscheidungsträger in dieser Sache nicht mal wissen was ein Browser ist, dann aber über so schwerwiegende Eingriffe als “Experten” entscheiden sollen. Um eine Entscheidung in einem solch heiklen Themenumfeld treffen zu , bedarf es etwas mehr technischen Verständnisses.
Ich hoffe dass dieses Gesetzvorhaben es nicht bis zum Gesetz schafft. Wenn dann auch noch Stimmen laut werden, die eine Sperrung für Killerspiele fordert, dann frage ich mich ob es nicht eine Sperre für Entscheidungen über Dinge geben sollte, von denen man nicht den Hauch einer Ahnung hat.