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Allgemein, 21-09-2008, Autor: m@ik

Die Wiesn 2008 ist gerade mal zwei Tage alt. Dennoch möchte ich es nicht verpassen euch schon jetzt erste Eindrücke zu präsentieren. Beginnen wir mit den frischesten Eindrücken: Olympiaschwimmbad, Sonntag früh. Wie das Diagramm eindrucksvoll beweist, war die Anzahl derer, die ersthaft vorhatten Schwimmen zu gehen, signifikant niedriger als zu nicht-Wiesn Zeiten. Dagegen stieg die Anzahl derer, die halbbetrunken und ungepflegt, mit Handtuch und Zahnbürste ausgestattet, vorhatten, für 3,60 € duschen zu gehen, signifikant an.

Dieser Erkenntnis folgt außerdem die Schätzung, die Grafik zwei darstellt. Der Anteil der Caravanfahrer unter den Nurduschern wird mehr als 50% betragen. Der Großteil der Caravanfahrer wird in ein paar Tagen erhobenen Hauptes sicher auch einen Souvenier namens Strafzettel seiner staunenden Familie zu Hause präsentieren. Es sei nochmal darauf hingewiesen, dass es sich hierbei nur um eine vorsichtige Schätzung handelt.

Gestern Abend waren wir im Ammerzelt. Oder sollte ich lieber sagen: Gestern Abend sind wir über die Theresienwiese geirrt, haben schnell gemerkt dass wir viel zu spät los sind, dass alle Zelte rammelvoll sind und haben durch Zufall beim Ammer im Bierzeltvorgarten fünf freie Plätze gefunden. Angeblich sollen ja nur ca. 15% der Oktoberfestbesucher aus dem Ausland kommen. Wenn dem wirklich so ist, dann haben wwir gestern die ersten 14% gesehen. Die dritte Grafik zeigt es deutlich:

Wenn man denn so mit den anderen Nationen fröhlich um die Wette singt, jede Nation die absoluten Kracher aus dem reichhaltigen Potpourri der Trink- und Gröhllieder auspackt, dann merkt man sehr schnell, dass selbst zu den seltsamsten Melodien auch eine Wir-Sind-Lauter-Version bei den Tischnachbarn existiert. So gabs denn internationalen Chorgesang, auch wenn die Internationale schön längst im Kellerarchiv verstaubt.

Abschließend möchte ich dem statistikbegeisterten Leser noch ein weiteres Kuriosum mit auf den Weg geben: Auch wenn es an mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unmöglich ist, dass Männerschlangen an WCs länger als die der Frauen sind, so war es gestern dennoch so. Die Grafik spricht wie immer Bände:

Prosit, auf eine Friedliche Wiesn 2008!



  • thomas

    Sehr schön, aber A du verwechselst Freizeit und Arbeit (Diagramme), was aber sicherlich daran liegt, dass ihr im Büro oft Arbeit mit Frezeit verwechselt (Wii). Und B: Pics or it didn’t happen (Bingo/Strich).

  • http://www.kl3tte.de kl3tte

    Da merkt man doch gleich die sehr gute wissenschaftlich-empirisch Ausbildung die der Maik genossen hat ;)

  • Iris

    Hervorragend recherchiert! Das kannste so aus der kalten Hose raus an Pro7 Galileo verkaufen. Da müssen die ja quasi redaktionell nix mehr dran machen, um ihrem Anspruch gerecht zu werden…:-)

  • http://www.marko-kramer.de MarkOh

    @Iris
    Also jetz ziehste den werten vielmägigen Freund auf das Niveau von Galileo runter? TZ! Unglaublich! Aber wenn die vom Sender wirklich drauf aufmerksam werden, machen die bestimmt ein “Galileo Mystery Spezial” über gewisse herausragende Fähigkeiten des Verfassers… Es darf geraten werden um was es geht!! :-)

  • http://blog.gelbzucht.de Maik Preßler

    Wer hätte gedacht dass es so viele statistikinteressierte Leser gibt. ;)
    @Thomas: Bilder gibt es später, und die Wii ist gerade nicht in Betrieb. Soviel dazu. :)
    @kl3tte: Jahaha, bei der guten Ausbildung musste ja was hängenbleiben.
    @Iris: Na mal sehen was die bieten, ich schicke das mal rüber.
    @MarkOh: Ich kann und will mir gar nicht vorstellen, welche Zweideutigkeiten du da wieder reininterpretieren könntest. Tsetse… ;)

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